Friedrich-Ebert-Wall – Gebäudebrand

Datum: 6. September 2018 
Alarmzeit: 12:44 Uhr 
Art: Einsatz Groß 
Einsatzort: Friedrich-Ebert-Wall, Northeim 
Fahrzeuge: KdoW, ELW 1, HLF 20/16, DLA(K) 23/12, LF 16/12, GW-L, RW, DLK 23/12 
Weitere Kräfte: Feuerwehr Langenholtensen, Polizei, Rettungsdienst, Werkfeuerwehr ContiTech 


Einsatzbericht:

Northeim / Stadt Northeim / Landkreis Northeim (hl)
Am 06.09.2018 gegen 12:40 Uhr wurde der Leitstelle in Northeim eine unklare Rauchentwicklung in Northeim im Friedrich-Ebert-Wall gemeldet.
Zwei der insgesamt sechs Bewohner des Dreifamilienhauses, die sich auf dem
Balkon aufgehalten hatten, bemerkten Rauchschwaden am Haus emporsteigen
und verließen daraufhin das Haus. Sie riefen über den Notruf die Leitstelle in
Northeim an. Die Schwerpunktfeuerwehr Northeim wurde über Digitale
Funkmeldeempfänger alarmiert. Einige Feuerwehrleute aus Northeim waren mit
zwei Einsatzfahrzeugen von einem vorherigen Einsatz in Katlenburg auf dem Weg
nach Northeim. Sie fuhren sofort die Einsatzstelle an.
Nachdem die ersten Einsatzkräfte vor Ort waren, stellten sie fest, dass es sich um
einen Kellerbrand handelt der in Vollbrand stand. Daraufhin wurde vom
Einsatzleiter die Ortsfeuerwehr Langenholtensen und die ContiTech
Werkfeuerwehr Northeim zur Unterstützung angefordert. Da zu dem Zeitpunkt
noch nicht feststand, ob sich noch Personen in dem Haus aufhielten, wurde der
Rettungsdienst (Rettungswagen Deutsche-Rote-Kreuz) mit angefordert.
Mit drei Trupps unter Atemschutz und C-Rohren wurde das Feuer vom
Treppenhaus und vom Kellereingang hinter dem Haus bekämpft.
Ein Atemschutztrupp suchte die Wohnungen nach eventuellen Personen ab. Weitere
Atemschutztrupps standen in Bereitschaft. Alle Personen hatten das Haus
verlassen. Nach kurzer Zeit hatten die Atemschutztrupps das Feuer gelöscht. Das
Treppenhaus wurde anschließend mit einem Hochleistungslüfter belüftet. Da die
Türen im Keller und Treppenhaus offen standen konnte sich der Qualm sich im
ganzen Haus ausbreiten. Aus den in der Nähe liegenden Unterflurhydranten
wurden Wasserförderstrecken zu den Einsatzfahrzeugen verlegt. Zur Sicherheit
wurde die Drehleiter in Stellung gebracht um das Dach zu begutachten.
Nach etwa 30 Minuten war das Feuer gelöscht. Durch das schnelle Eingreifen der
Feuerwehrkräfte wurde Schlimmeres verhindert. Das Haus ist wegen des giftigen
Rauchgases zurzeit nicht bewohnbar. Die Bewohner kamen bei Bekannten unter.
Der Brandort wurde polizeilich beschlagnahmt. Die polizeilichen Ermittlungen
dauern an. Im Einsatz waren etwa 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr,
Rettungsdienst, Energieversorger und Polizei. Während des Einsatzes wurde der
Friedrich-Ebert-Wall voll gesperrt. Personen wurden nicht verletzt.
Text und Fotos: Horst Lange, Kreisfeuerwehr Northeim